Tuningmaßnahmen für PCI-Powermacs
(selbst erprobt)

! Achtung !

Das G3-Upgrade Fortsetzung (6.11.1998)

Update im L2-Cache - Abschnitt

Neu.jpg   1. Das Logicboard-Upgrade

Tja, diese Massnahme könnte man wohl nun als Krönung aller Beschleunigungsversuche
bezeichnen. Man erhält mit ihr den Anschluß an die neuen schnellen Prozessoren. Da ja das
Logicboard des 7200ers einen fest verlöteten Prozessor enthält und sich damit einem
Proz.-Upgrade vollständig entzieht ist dies die einzige Möglichkeit seinen Rechner noch
weiter zu beschleunigen. Laut Apple soll es möglich sein alle neueren PPCs, dh. vom 7500er bis
zum 9500er mit max. 250MHz. Proz.-Karten aufzurüsten, danach ist wegen der anderen
Bauteile und dem zu geringen Motherboard Bus-Speed Sense, aber 250 ist ja schon sehr schnell,
oder?

Also wir legen als Ausgangspunkt den 7200er zugrunde, in dieses Gehäuse paßt sowohl das
7500er, wie auch das 8500er Motherboard . Die beiden sind nahezu identisch, aber beim 8500er
bekommt man noch Video in/out dazu (beim 7500er nur Video in) , die Abmessungen sind
vollkommen gleich, also keine Probleme mit Anschlüssen etc., aber das Wichtigste, der separate
Prozessorsteckplatz. In diesen läßt sich, sollte man darauf Wert legen, sogar eine
Multiprozessorkarte einstecken (z.B. von der Firma  Daystar , 2X 180MHz.
Aber Vorsicht vor überzogenen Erwartungen, da das Betriebssystem nicht Multiprozessorfähig
ist, bringt diese Karte nur etwas bei höchst rechenintensiven Vorgängen in Photoshop oder
3D-Anwendungen, die dann über spezielle PlugIns auf beide Proz. verteilt werden.)

Ansonsten bieten sich entweder Apples eigene Proz.-Karten, leider sehr teuer, oder die von
Drittanbietern wie der deutschen Firma Phase 5 oder  NewerTechnologies  an. Auch Karten der
Clonehersteller PowerComputing und  Umax sollen problemlos arbeiten. Leider liegen noch keine
aussagekräftigen Vergleichstests vor.
Als ich das Upgrade auf den 8500er gemacht habe waren die schnellen Karten noch nicht erhältlich,
und so habe ich erstmal eine 601 Proz.-Karte mit 100MHz. einbauen lassen, um nicht unnötig Geld
auszugeben (hi, hi), dabei muß man allerdings mit Geschwindigkeitseinbußen rechnen,
da dieser Proz. nie für die große Serie (ab 8500er) ausgelegt war, aber es ist ja nur vorübergehend.

Mich hat das Upgrade inkl. der Proz.-Karte und dem Umbau DM 1700,-- gekostet (bei der Firma
PotzBits, Augsburg), und es handelt sich um Apple Originalteile mit Garantie.
Also immer noch billiger als ein neuer Rechner. Für Leute die, wie ich etwas experimentierfreudig
sind, sicher die richtige Wahl. Und ich kann man kleines Gehäuse behalten und muß mich nicht
mit den unmöglichen Towergehäusen herumschlagen, bei denen man den gesamten Rechner
zerlegen muß, um ein Dimm einzubauen.


Neu.jpg  2. Das Prozessor-Upgrade:

Nun endlich habe ich meinem neuen Board auch einen neuen Prozessor beschert, und
zwar einen 200MHz. schnellen 604e auf einer Umax -Karte.

Der Moment des Einbaus und des ersten Startens war extrem spannend, würde alles funktionieren?
Also Prozessor-Karte ausgepackt, Rechner geöffnet, alte Karte entfernt, neue eingesetzt,
Start und ... ein lautes vernehmliches "Bloing" ließ sich hören und gab mir Anlaß zu
den schönsten Hoffnungen, und wirklich der Rechner startet ohne Mucken und meldet
sich als 200MHz. schneller Bolide zurück - Juhu!!!

Und im Prinzip war es das auch schon was sich zu diesem Ereignis sagen läßt.
Die Karte arbeitet einwandfrei und zuverlässig, wird nicht mal halb so warm wie meine
alte mit dem 601 Prozessor, was für meinen Rechner sehr wichtig ist, da er so
voll gestopft ist, das wirklich nix mehr reinpaßt und das im kleinen 7200er Gehäuse.

Eine kleine Anmerkung noch, man muß ein Stückchen Plastik aus der Unterseite
der Abdeckung die über der Proz.-und den PCI-Karten liegt herausbrechen,
sonst läßt sich der Deckel nicht mehr schließen.
Das liegt an dem Stecker oben auf der Umax-Karte der für den Anschluß einer zweiten
Proz.-Karte gedacht ist (leider nur bei den Umax eigenen Rechnern, die einen
2.Proz.-Steckplatz haben.)

Zum Preis, ich habe für diese Karte DM 1240,-- bezahlt, 25MHz. mehr hätten
immerhin auch 500-600,-- DM mehr gekostet und die wahrscheinlich stabiler als die
225MHz. laufenden 250er Karten sind noch nicht verfügbar.

Noch mal zum Verständnis, die Taktraten des Prozessors müssen mit dem Bustakt
des Boards, der bei diesem Design (7500-9500PPC) max. 50MHz. beträgt Hand in
Hand gehen , d.h. der Prozessor darf max. im Verhältnis 1:5 des Bustaktes von 50MHz.
arbeiten.
Bei 225MHz. ergibt sich also ein Bustakt von 45MHz. (bei einem Verhältnis von 1:4)
was das ganze System dann wieder verlangsamt, oder eben 56,25MHz. was eigentlich
außerhalb der Norm von 50MHz. liegt, vielleicht mit allen Sicherheitsreserven sogar
funktioniert, aber verlassen kann man sich halt nicht drauf.
Bei einem 250MHz.Proz. ist man allerdings mit 50MHz. Bustakt im Verhältnis 1:5
wieder gut dabei. Müßte also rein rechnerisch die schnellst mögliche und stabile Konfiguration sein.

Noch ein kleines Problem, was gegen die 225MHz.-Karte, zumindest von Umax spricht,
sie hat noch einen zusätzlichen Lüfter und paßt damit leider nicht in die
kleinen Desktop-Gehäuse.

Links zu weiteren Herstellern von Prozessor-Upgrade Karten siehe unter Logicboard-Upgrade


3. Der gute alte Level2 Cache:

Beim Kauf ist unbedingt auf die Geschwindigkeit zu achten, 8-10ns (Apple empfiehlt min. 10-11ns)
sind dringend zu empfehlen, langsamere Bauteile bremsen die weiteren Tuningmaßnahmen aus und
können auch sonst zu Problemen führen.

Die Leistungssteigerung ist erstauunlich .
Allerdings ist ein 256K großer Cache meist völlig ausreichend. Wer anderes zu berichten hat,
bitte melden! Nun muß ich mich selber revidieren (s.u.)

Preise momentan ab DM 100,-- für 256K

NEU:

Nun ist er also endlich da, der langersehnte 1MB L2 Cache von Sonnet Technologies(momentan
scheinbar der einzige Anbieter für diese Größe, außer PowerComputing)

Die Testergebnisse (siehe unten: Benchmarks)sind im wahrsten Sinne des Wortes beeindruckend.
Meine Vermutung, daß die Größe des Caches für die noch bestehenden Geschwindigkeitsvorteile des 9500/200
gegenüber meinem Rechner im letzten Test verantwortlich waren, hat sich voll bestätigt.

Nun ist es endlich vollbracht, er ist der schnellste 200er im Test. Mehr brauche ich eigentlich nicht zu sagen,
die Benchmarks sprechen für sich. Einen kleinen Anteil hat allerdings sicher auch das schnellere System 7.6.1,
übrigens ein sehr empfehlenswertes Update. Ebenso SpeedDoubler 2.0.3, der jetzt auch wieder mit MathLibMoto 1.0.1
zusammenarbeitet.

Bezugsquelle z.B. MacZone(Sonntag über Internet in USA bestellt , siehe mein Einkaufsführer,
Mittwoch früh durch DHL geliefert.

Preis inkl. Versand $ 218,88

4. Hyperspeed für PPC 7200/90 und 7500/100:

Die momentan einzige Möglichkeit den 7200er höher zu takten (Funktioniert
bis jetzt nur beim 90MHz-Modell, Beschleuniger für den 75MHz ist in Vorberitung)

Extrem einfacher Einbau, ohne Lötkolben oder ähnliche Garantievernichtende
Eingriffe. Läßt sich ohne Spuren zuhinterlassen wieder entfernen.

Bei mir hat die ganze Aktion ca. 3/4Std. in Anspruch genommen, davon verschlingen
die dauernden Neustarts, bis das Teil optimal eingestellt ist, den Löwenanteil!

Maximal erreichbare Taktfrequenz für den 7200er sollen 120MHz (Für den 7500er 128MHz) sein.
Meiner schafft allerdings max. 105,26MHz (Macbench mißt sogar 110MHz)
Läuft damit aber völlig problemlos und zuverlässig und ist laut diverser Testprogramme
schneller als ein 7500/100.

Preis in Deutschland DM 400,--,    in USA $ 199,-- inkl. Versand


5. SCSI Controller:

Sollte sich außer mir noch jemand ärgern, daß seine Fast SCSI II, bzw. sogar Wide SCSI Geräte
durch den langsamen SCSI-Bus des 7200er ausgebremst werden, empfehle ich einen SCSI Controller.

Ich habe mich für den Adaptec PowerDomain 2940W entschieden.

Er hat 2 interne (1 Fast , 1 Wide) und einen externen Wide SCSI-Anschluß und es lassen sich bis zu
15 Geräte (wovon max. 7 Fast-SCSI II sein dürfen, die anderen 8 Wide SCSI)) anschließen.
Der PowerDomain ist eine PCI-Karte, die einfach!
(Nebenbei: Apple soll hochleben für die Konstruktion dieses überall leicht zugänglichen Gehäuses,
SUUUUUUPER!)
in einen freien Steckplatz eingesetzt wird.

Der Spaß ist allerdings nicht ganz billig
Preis DM 529,--

ACHTUNG:

Die PC-Version dieses Controllers arbeitet nicht im Mac ! Es gibt diverse Hardwareunterschiede, es muß also die
Macversion sein, und nix anderes erzählen lassen. Diese Information stammt von Adaptec selber.


6. Die 2.Grafikkarte:

Hier bin ich in meinem Fall etwas ratlos, ich habe mich für eine Matrox Millennium entschieden,
die ich aber aufgrund von etlichen Problemen (Streifen beim Starten, die erst nach ein paar Minuten
verschwinden, ruckeliges Scrollen, schwarze Balken im Menu, Einfrieren bei Spielen), aber nicht
guten Gewissens weiterempfehlen kann. Ich hoffe allerdings, daß diese mit dem nächsten Softwareupdate
behoben werden.

Geschwindigkeitsmäßig bringt sie ca. 50% Zuwachs, und sie ist, außer Apples 3D-Accelarating
Card, die einzige die  QuickDraw 3D Unterstützung bietet.
Für den Mac gibt es sie mit 4 oder 8MB , max. Bildwiederholrate (am Mac) 85Hz.,
Max. Auflösung 1600X1200, Echtfarben bei 4MB bis 1152X870, bei 8MB bis 1440X1080
Auflösungen und Beschleunigung lassen sich über ein Kontrollfeld einstellen, ebenso
Hardwarezooming . Neue Bios-Versionen lassen sich ins ROM schreiben, fein für Updates.

Das Beste an einer 2. Grafikkarte aber ist die Möglichkeit einen 2. Monitor zu betreiben,
was z.B. beim Gestalten solcher Webseiten oder beim Surfen im Netz, mit X geöffneten Fenstern,
wirklich höchst angenehm ist, und einem auch ansonsten einen übersichtlichen, aufgeräumten
Schreibtisch beschert.

NEU

Tatsächlich kann man seit einem SoftwareUpdate über diese Karte nichts schlechtes
mehr sagen, außer, daß sie langsamer als die IMS TwinTurbo ist, dafür aber auch 85Hz.
schafft (die IMS nur 75Hz.)

Preis in Deutschland ca. DM 600,-- (4MB), bzw. DM 899,-- (8MB)   in USA ca. $400,--

Als extrem günstige Alternative scheint sich eine neue PCI-Karte namens MacPicasso 520
anzubieten (ausführlicher Test in der neuen MacWelt 9/96)



7. Das 12X CD-ROM Laufwerk

Nun, wenn der Rechner immer schneller wird kann auch das CD-ROM Laufwerk nicht im
Regen stehen bleiben, oder?
Also 4X Apple raus, 12X Pioneer rein. Eigentlich kein Problem, aber doch ein paar
Kleinigkeiten und Widrigkeiten zu erwähnen. Es sollte die Schubladen Version sein,
ich bin mir zumindest nicht sicher, ob es mit Caddy geht.
Die Blende, die sich vorn an der Schublade selber befindet muß man abnehmen, sie
ist leider um einiges breiter als die Apple eigene, und sie dann entweder zurecht feilen
oder ganz weglassen, je nach Geschmack und Geschick.
Mit den sonstigen Abmessungen des Pioneer-Laufwerks gibt es keine Probleme.
Allerdings ist der Stecker der das Abspielen von Audio-CDs ermöglicht leider ein PC-Teil
und damit mit dem Mac-Stecker nicht kompatibel, was mir persönlich allerdings völlig schnuppe ist,
da ich Audio-CDs eh nur über die Stereoanlage und nicht über den Computer höre. Wenn man
darauf allerdings wert legt, muß man sich halt den passenden Stecker besorgen.

Der Preis von knapp DM 320,-- für ein 12X Laufwerk ist aber so gut, daß ich finde mit diesen kleinen
Einschränkungen läßt sich gut leben.

Als Treiber benutze ich CD-ROM Toolkit in der Version 2.0.5T

Übrigens läßt sich der Rechner ohne Probleme von der System 7.5.3 CD starten!
(Mit älteren Systemversionen wird es wahrscheinlich nicht gehen)

MERKE:

Völlig überraschender Weise weigerte er sich leider standhaft mit der System 7.6 CD zu starten?!

Neu.jpg 7A. Das 24X CD-ROM Lauufwerk

Nun verrichtet hier ein 24X Pioneer-Laufwerk mit Slot-in Technolgie seinen Dienst, inzwischen mit CD-ROM-Tolkit 3.0.1
.Slot-in heißt, weder Schublade nch Caddy, die CD wird einfach in den Schlitz des Laufwerks eingeschoben und wird dann automatisch eingezogen, genauso beim Auswurf, seeehr praktisch !

Ansnsten sind die Laufwerke ziemlich identisch, d.h. was für das 12x gilt, stimmt auch für das 24X inkl. dem Problem mit dem Audio-CD Stecker.

WICHTIG:

Das Lauufwerk muß die SCSI ID 3 haben, sonst startet der Rechner nicht davon. Das war wahrscheinlich auch mein Fehler bei System 7.6, werde es bei Gelegenheit nochmal probieren, manchmal ist man halt ein bißchen blöde !




Auszug aus Testergebnissen mit MacBench 3.0
mit 8500er Logicboard und 200MHz. Umax Prozessor-Karte

Übrigens, MacBench 5.0 ist da! Leider sind die alten Messergebnisse nicht konvertierbar.

Benchtest PPC 8500/200

Den Abfall zum 9500/200 führe ich im Moment auf meinen kleineren Level2 Cache zurück
(der 9500er hat einen 512K L2), sobald die 1MB HighSpeed Caches verfügbar sind folgt ein neuer Test.

Der Zuwachs bei der FPU-Messung ist auf eine Systemerweiterung namens MathLibMoto zurückzuführen
(verträgt sich leider nicht mit SpeedCopy 1.3.1 und 1.3.2, Version 1.3 läuft problemlos)

Und hier ist er nun, der neue Test:

Benchtest 2

Testanordnung wie im 1.Test, nur jetzt im Maintest 8500: 1MB L2-Cache von Sonnet Technologies, System 7.6.1D,
SpeedDoubler 2.0.3 (vorher 1.3.) und MathLibMoto 1.0.1, zusätzlich habe ich zum Vergleich,
die obige Konfiguration, aber ganz ohne L2 Cache und die Benchmarks des PowerTowerPro 200
von PowerComputing in die Liste aufgenommem


Zum Abschluß:

Ich habe meinen Rechner inzwischen oft geöffnet, zerlegt, verändert, Dimms rein, Cache rein, VRAM rein,
Festplatte eingebaut, Lüfter ausgetauscht, Karten installiert usw. und er läuft immernoch und immer besser
und schneller, es muß also NIEMAND Angst haben selbst Hand anzulegen, es sei denn er hat 3 linke Hände.
Das einzige, bitte unbedingt ans Entladen denken, bevor man elektronische Bauteile berührt!
Und nix mit roher Gewalt!




Neu.jpg

Und hier noch DER Link für die fortgeschrittenen Bastler unter uns:

Löten am Mac

Nun funktioniert der Link wieder :)

Wer Fragen, Tips, Erfahrungen oder Anregungen hat, möge sich bitte melden,
ich werde dann versuchen, sie in diese Seite aufzunehmen, bzw. zu beantworten.

Daniela.Beauvais@munich.netsurf.de


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07.02.99

Die Neugierde veranlaßt mich auch hier zu einer privaten Volkszählung: