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Nachdem der Rechner wie bereits ausfühlich beschrieben ausgebaut wurde und damit bis vor ca. einem halben Jahr absolut "State of the art" war, sank er mit Erscheinen der G3 Prozessoren (aka 750, aka Arthur) auf Mittelklasse Niveau. Das kann man natürlich nicht zulassen, also was ist zu tun, NewerTechnologies und Powerlogix entwickeln G3 Prozessorkarten für die 2. (7300-9600er) , heute auch für die 1. (6100-8100er) Serie der Powermacs. Am Anfang natürlich zu absolut utopischen Preisen (zwischen 4-6000,-DM), zumal Apples neue G3 Macs vergleichsweise billig (ab ca. DM 3700,-) zu haben sind. Wie aber bei Computern üblich, warte ein Weilchen und alles wird viiiiel billiger.
So auch hier, nun ist die Entscheidung fällig welches System man wählen soll, alle diese Karten besitzen einen sogenannten Backside-Cache, der sich mit der CPU auf der Prozessor -Karte befindet und zwischen 512K und 1MB groß ist und mit unterschiedlichen Taktraten arbeitet.
Alle NewerTech Karten sind nicht regelbar, d.h. wenn man z.b. eine mit 250/250/1MB (die 1.Angabe steht für den Prozessortakt, die 2. für den Takt mit dem der Backside-Cache auf der Karte angesprochen wird, die 3. für die Größe dieses Caches, ganz einfache Regel, je höher diese Angaben, desto schneller die Karte! ) kauft, läuft diese auch nur mit diesen werksseitigen Einstellungen. Powerlogix Karten sind regelbar, d.h. wenn man eine 250/250/1MB Karte kauft, läuft diese Karte unter Umständen und abhängig vom Rechner auch mit 300/300MHz. Allerdings können diese Karten Probleme mit Adaptecs SCSI Controller machen. Wer einen solchen besitzt und ihn auch nicht austauschen will, sollte also auf jeden Fall eine der Newer Karten wählen.
Die Powerlogix Karten werden unter vielen verschiedenen Labels verkauft, siehe z.B. Test in MacWelt 4/98, der dortige Testsieger der Firma Storm ist eine mit Powerlogix Technologie, der Hersteller ist aber MacTell (bauen auch Clones), lt. MacWelt besteht der einzige Unterschied der Powerlogix 250/250/1MB und der 275/275/1MB Karte in der Geschwindigkeit des Backside-Caches von 4 bzw. 3ns, mit 3ns läßt sich die Karte mit über 300MHz bei voller 300 MHz Cache-Taktrate betreiben. MacTell verbaut diesen schnellen sehr teuren Cache auch in der 250er Variante.
Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe mich für diese MacTell Karte entschieden und sie läuft in meinem Rechner mit 300,50/300,50 MHz, und erreicht Spitzenbenchmark Scores zwischen 1160-1205 (MacBench 3.0) vergleiche mit meinem 200MHz. 604e Prozessor Score "nur " ca. 515.
Bemerkenswert ist, daß mein 8500er Board die 1:6,5 oder 1:7,5 System-Bus-Teilungsverhältnisse nicht mag, wenn ich die Karte auf einen Bustakt von 1:7,5 einstelle womit die G3 Karte dann eigentlich 307MHz. bei 40MHz Bustakt machen sollte, bremst das 8500er Board die Karte auf 280MHz runter, womit wieder ein ganzzahliges Teilungverhältnis von 1:7 gegeben ist. Bei einem Bustakt von 42,92 MHz. aber läuft sie wunderbar stabil und schnell mit o.g. 300,50MHz.
Wegen der Karte mußte ich allerdings auch meinen Adaptec gegen einen Initio SCSI Controller ($239 inkl. Kabeln und Raidsoftware, ohne SW $199) austauschen, die Karte selber schlug mit vergleichsweise "günstigen" $ 1099 (Sonderangebot bei Bottomline in USA) zu Buche.
Der Einbau und die Justage der Karte ist unproblematisch und in ca. einer halben Stunde erledigt. Alte Prozessorkarte rausziehen, neue rein, oben hat sie 2 Einstellrädchen für die diversen Teilungsverhältnisse. Ein paar Neustarts, optimale Einstellung ermitteln, fertig ! Die Dokumentation ist gut und leicht verständlich (Anmerkung: meine läuft jetzt mit
der Einstellung Regler A und B jeweils auf Position 9 => 300,5MHz Proz./300,5MHz.Backside-Cache/bei 42,92MHz. Bustakt zum Motherbard)
Zusätzlich sollte man sich von Powerlogix das "G3 Cache Control v1.2.1 " Kontrollfeld herunterladen
mit dem man die Cache Einstellungen vornehmen kann und gegebenfalls auch den L3 Cache auf dem Motherbaard (vormals L2 mit der G3 Karte zum L3 Cache degradiert) deativieren kann, sollte er Probleme verursachen. Mein 1MB L3
Cache von Sonnet (nähere Angaben siehe L2-Abschnitt ) arbeitet allerdings einwandfrei mit der MacTell
Karte zusammen.
So habe ich für knappe DM 2400,- wieder einen Rechner der leistungsmäßig kaum zu schlagen ist. Einen Original G3 von Apple in dieser Leistungsklasse gibt es noch nicht (Apples Cache läuft grundsätzlich nur mit halbem Prozessortakt und ist darum immer langsamer, bei den 233er und 266er ist er auch nur 512K groß, erst der G3 300 hat ebenfalls einen 1MB großen Cache) und wenn müßte man sicher sehr tief in die Tasche greifen um die identische Leistung zu erreichen (RAM müßte dann auch erneuert werden).
Für diejenigen die noch keinen Mac oder einen ohne austauschbaren Prozessor haben, ist
Apples neuer G3 sicher die bessere Wahl, aber für alle, die schon einen Powermac ihr eigen nennen, ist das Prozessorupgrade, zumal bei fallenden Preisen, sicher optimal =:-)
! DER NEUE COMPUTER !

Da bei Computern leider nie irgendwo Schluß ist, wurde mir mein aufgemotzter 7200er zu klein, also mußte nun endlich ein ganz neuer Rechner mit mehr Erweiterungsmöglichkeiten her, 6 PCI-Plätze sollten es dann schon sein, und ein großes Gehäuse mit viel Platz für Platten und andere Laufwerke und das alles zu einem möglichst günstigen Preis. Also begann die Jagd, mein erster Gedanke galt einem 9600er Mac mit möglichst kleiner Proz.-Karte, da ich ja bereits im Besitz einer G3 Karte war, die weiter verwendet werden sollte. Das Gehäuse der 9600er ist sehr schön und praktisch, bietet aber innen nicht genug Platz für alles was ich so hineinbauen wollte (innen wird mit dem Platz leider sehr verschwenderisch umgegangen, sehr schade :( Dann kam ein Clone von Pios in die nähere Wahl, der von Umax , bzw. Garvis kam für mich wegen des Designs nicht so sehr in Frage. Der 9600er mit 200MHz war in Deutschland leider nicht mehr zu bekommen, auf dem Markt waren nur noch 300 und 350 MHz zu extrem teuren Preisen. Also was tun, irgendwann stolperte ich in USA bei MacWorks über ein Angebot für eine DayStar Genesis , in der kleinen Barebone Ausstattung zu einem ziemlich günstigen Preis von ca. $1200, dann wollten sie aber sage und schreibe $245 für den Versand, was ich eine Unverschämtheit finde, also weiter suchen, auf der Seite von Daystar fand ich Angaben zu ihrer Europa Vertretung, der Firma PPD (Tel. 0711-98 88 -70 ) die zufällig in Stuttgart ansässig ist. Dort bestellte ich also eine "nackte" Genesis, d.h. ohne Prozessor und ohne Festplatten, aber mit Floppy und 24X Apple CD-ROM Laufwerk zum Preis von DM 3500,- inkl. Versand und mit einem Jahr Garantie (in USA auch nur 3 Monate) . Ungefähr eine Woche später stand sie dann bei mir, im großen schönen Metallgehäuse, mit Platz für 10! Laufwerke, davon 3 mit Zugang nach aussen, dort befindet sich jetzt 1xCD, 1x Jaz, 1x Floppy . Bei der Konstruktion dieses Gehäuses hat sich jemand viele Gedanken gemacht, es ist überall leicht zugänglich (um ans Innenleben zu kommen, nimmt man einfach die seitliche Metall-Platte ab, und die gesamte Mutterplatine und die Festpaltten-Schächte liegen offen ) Die Hauptplatine ist übrigens ein leicht modifiziertes 9500er Board mit leider festverlötetem 512K L2 Cache.
Gesagt , getan, Deckel auf, G3 Proz.-Karte rein, RAM aus meinem alten Rechner rein, paarweise gesteckt fürs "Memory Interleaving" (siehe Tuning-Hauptseite) , 2! Grafik - Karten (da die 9000er kein Onboard-Video mehr haben ) zum Betrieb von 2 Monitoren rein, Initio SCSI-Controller rein, Platten reingeschoben, unter anderen 2 neue 4,2 Giga Micropolis UltraWide Auslaufmodelle von Alternate mit 3 Jahren Austausch Garntie zum günstigen Preis von je 429,- für ein Raid Level 0, System aufgespielt .
Ergebnis : 305,6/305,6 MHz. bei 43,7 MHz. Bustakt, Benchmarks inkl. Raid, was die Platten Performance ganz enorm verbessert, siehe unten. ( Zur Erklärung, bei einem Raid Level 0 handelt es sich um 2 oder mehr zusammen arbeitende Platten, die immer abwechseld beschrieben werden, und somit die Zugriffszeiten stark verkürzen. Nachteil, wenn eine dieser Platten crasht, sind auch die Daten auf den anderen Platten unbrauchbar, da die Files ja auf mehrere Platten verteilt abgelegt wurden . Sensible Daten, sollten also nicht unbedingt in einem Raid Level 0 gespeichert werden. Als Faustregel vielleicht, Programme aufs Raid Level 0 , Dateien auf eine "normale " oder besser noch auf eine Mirror Raid Level 1 , d.h. dort werden die Daten sogar doppelt abgespeichert, sollte also einer dieser Platten crashen, lassen sich die Daten wieder rekonstruieren.
Zur Herstellung eines Raid benötigt man extra Treiber Software, bei meiner Initio Karte war z.B. Conleys SoftRaid dabei, es gibt aber auch Raid Software von FWB (Raid Toolkit) und anderen Anbietern.
Die o.g. Micropolis UltraWide Auslaufmodelle sind allerdings trotz des extrem günstigen Preises mit Vorsicht zu geniessen, 1 mußte ich gleich zurückschicken, da sie außer dem Geräusch eines startenden Düsenjets überhaupt nichts machte. Andererseits arbeitet eine andere Narrow-Micropolis , toi, toi, toi , seit Jahren sehr gut.
Erwähnen sollte ich vielleicht noch 3 Dinge: 1. DayStar stellt keine Clones mehr her, wie leider alle anderen auch, es handelt sich also ebenfalls um eine Auslaufmodell, und 2. die Kleine ist nicht gerade leise, da sie 3 interne Lüfter hat. Wer also extrem Geräusch empfindlich ist, sollte sich diesen Kauf gut überlegen, 3. wegen ihrer Größe findet sie ihren Platz unter, nicht auf dem Tisch :-)
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